August 23

1939 Molotov–Ribbentrop Pact

1989 Baltic Way

Keeping things in perspective this morning.

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Keine Vorwürfe

Es sind Briefe von engen Freunden und Bekannten, von Geschäfts­partnern und Nachbarn. Oft sind es Eltern von Kindern im Alter von Susanne, die einfach heilfroh sind, dass es nicht ihr Kind ist, das die Welt aus­einander­zuhauen versucht, sondern eben Susanne. Entsprechend anteilnehmend sind die Briefe. Und in keinem dieser Briefe klingt ein Vorwurf an.

—Julia Albrecht, Patentöchter, (Köln: Verlag Kiepenheuer & Witsch, 2011), 98.

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Es kann keine Reue geben

Für das Sortieren und Korrigieren ihres Gedankensystems hatten die heute resozialisierten ehemaligen RAF-Häftlinge die Zeitspanne einer Generation lang Gelegenheit. Die Taten sind durch den Straf­voll­zug juristisch abgegolten — das ist das eine Kapitel. Aber die Verantwortung für die Worte bleibt. Dieses Kapitel ist offen.

Verantwortung übernommen hat keines der RAF-Mitglieder. Im Gegenteil. Christian Klar betonte bei einem Interview im Jahr 2001 noch ausdrücklich bei der Frage nach einem Reueempfinden: »Wenn man von unserem Gedankensystem ausgehen muss, was wir damals hatten — dann kann es keine Reue geben.« Inge Viett bezeichnete 2007 in einem offenen Brief den Terror als »Klassenkampf von unten«. Dem »Guerillakampf« sei »verdammt mehr Erfahrung, Klugheit, Ausdauer und Unterstützung zu wünschen gewesen«; »revolutionäre Gewalt hatte — zu Recht — eine moralische, befreiende Ausstrahlung«.

—Corinna Ponto, Patentöchter, (Köln: Verlag Kiepenheuer & Witsch, 2011), 93.

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Es war laut

Ich konnte diesen Auseinandersetzungen zunächst nur schweigend zuhören, denn 1970 war ich 13 Jahre alt. Mein stärkster Eindruck aus dieser Zeit bleibt die hohe Emotionalität, die mit all den Diskussionen einherging. Meine Eltern hatten auch einige stark links orientierte Freunde, ebenso gingen auch Familienmitglieder auf Demonstrationen, hatten konträre politische Meinungen. Es war laut.

—Corinna Ponto, Patentöchter, (Köln: Verlag Kiepenheuer & Witsch, 2011), 48.

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Hans Scholl

Franz J. Müller:

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To go on waiting is madness

It’s useless to wait for a breakthrough, for the revolution, the nuclear apocalypse or a social movement. To go on waiting is madness. The catastrophe is not coming, it is here. We are already situated within the collapse of a civilization. It is within this reality that we must choose sides.

—The Invisible Committee, The Coming Insurrection, Semiotexte(e), 2009, p. 88, cited in Srećko Horvat, Poetry from the Future, (London: Allen Lane, 2019), 107.

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Massengrab an der Düne, Oranienburg

Look at the ages.

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Massengrab im Schmachtenhagener Forst, Oranienburg

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Gedenkturm Großbeeren

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Finckensteinallee 63

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